20.03.2026

Herstellung leichter Drohnenbauteile mit fortschrittlicher MJF-Technologie

Nach Protolabs

Das Gewicht ist ein entscheidender Faktor bei der Drohnenfertigung. Eine Gewichtsreduzierung kann die Flugzeit verlängern, die Nutzlastkapazität erhöhen und die Gesamteffizienz steigern. Aus diesem Grund kommt in der UAV-Entwicklung häufig der 3D-Druck zum Einsatz, da er es Ingenieuren ermöglicht, Entwürfe schnell zu optimieren und komplexe Geometrien zu fertigen, die sich mit herkömmlichen Methoden nur schwer realisieren lassen. Jüngste Fortschritte in der Multi-Jet-Fusion-Technologie (MJF), darunter der HP 5620 Pro mit Prozessentwicklung, erweitern die Möglichkeiten für leichte Drohnenkomponenten. Dank einer besseren Kontrolle über die Druckparameter ist es nun einfacher, feinere Strukturen herzustellen, die leistungsstarke, leichte UAV-Systeme ermöglichen.


Multi Jet Fusion in der Drohnenfertigung  

MJF wird häufig für Drohnenkomponenten verwendet, da dieses Verfahren eine hohe mechanische Festigkeit und Langlebigkeit bietet und gleichzeitig die Herstellung komplexer Geometrien ermöglicht, die mit herkömmlichen Fertigungsmethoden nur schwer realisierbar sind. Das Verfahren eignet sich besonders gut für die Kleinserienfertigung und das funktionale Prototyping und bietet die Flexibilität, Entwürfe schnell zu testen und zu optimieren. Zudem bietet es ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Kosten, Geschwindigkeit und Leistung und ist somit eine effiziente Option für die Entwicklung von UAVs.

Beispiele für gängige Einsatzbereiche von Drohnen sind: 

  • Montagehalterungen
  • Kameragehäuse
  • Sensorhalterungen
  • Tragrahmen
  • Komponenten für die Kabelführung
  • Flügelkonstruktionen
  • Flugzeugrumpf
  • Stabilisatoren Standard 


Neu: HP 5620 Pro mit Prozessentwicklung  

Die jüngsten Fortschritte in der Multi-Jet-Fusion-Technologie eröffnen der Luft- und Raumfahrtindustrie neue Möglichkeiten im 3D-Druck. Der HP 5620 Pro mit Prozessentwicklung bietet Produktentwicklern eine bessere Kontrolle über den Druckprozess. Bisher arbeiteten MJF-Systeme mit festen Prozessparametern, die für alle Geometrien galten, was bestimmte Gestaltungsmöglichkeiten einschränkte. Die neue Funktion ermöglicht die Anpassung der Parameter an die Teilgeometrie, die mechanischen Anforderungen und die Größe der Merkmale. Diese Flexibilität ermöglicht eine präzisere Prozesssteuerung und die Herstellung von Teilen, deren Druck bisher schwierig oder unmöglich war. 

Im Rahmen seines Maschinenparks verfügt Protolabs über die neuesten Modelle der HP-MJF-Drucker (5620 Pro). Diese stehen auf Anfrage zur Verfügung, sodass Kunden schnell und kostengünstig mit der neuen Technologie für die Drohnenentwicklung experimentieren können.


Feinere Strukturen für eine leichtere Konstruktion  

Die einstellbaren Prozessparameter des HP 5620 Pro ermöglichen eine Feinabstimmung des 3D-Druckprozesses auf spezifische Geometrien und Leistungsanforderungen. Dadurch lassen sich dünnere Wände und Strukturen mit feineren Details herstellen. Dieser Grad an Kontrolle ist besonders vorteilhaft für komplexe Bauteile, bei denen eine Gewichtsreduzierung ohne Einbußen bei der Festigkeit erforderlich ist.

Bei Drohnenanwendungen können diese Fähigkeiten einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtleistung haben. Leichtere Bauteile reduzieren das Gesamtgewicht des Fluggeräts, was die strukturelle Effizienz verbessern, die Nutzlastkapazität erhöhen und die Flugzeit verlängern kann. Außerdem erleichtert es die Herstellung komplexer Designs, wie beispielsweise interne Gitterstrukturen oder topologieoptimierte Geometrien, die mit herkömmlichen Fertigungsmethoden nur schwer zu realisieren wären. Durch diese Fortschritte eröffnen sich neue Möglichkeiten für eine breitere Palette an Drohnenkomponenten, die speziell auf Leichtbau und hohe Leistungsfähigkeit ausgelegt sind.

Erfahren Sie mehr darüber, wie Multi Jet Fusion die Herstellung leichter und leistungsstarker Teile ermöglicht.



Weitere Vorteile des fortschrittlichen MJF-Verfahrens

Die HP 5620 Pro-Technologie verbessert zudem die Produktivität und die allgemeine Prozesssteuerung. Dank der größeren Flexibilität bei der Parametereinstellung können Hersteller die Druckbedingungen für bestimmte Geometrien optimieren. Dies steigert die Effizienz und verbessert die Zuverlässigkeit der Fertigung. So lassen sich Bauteile mit anspruchsvollen Merkmalen einfacher herstellen und gleichzeitig konsistente Ergebnisse über alle Produktionsläufe hinweg gewährleisten.  

Die zusätzliche Kontrolle erweitert zudem die Gestaltungsfreiheit. Durch die Möglichkeit, den Prozess an unterschiedliche Anforderungen anzupassen, lassen sich anspruchsvolle Geometrien und detaillierte Merkmale konsistenter und mit besser vorhersehbaren Ergebnissen drucken.

Diese Fähigkeiten sind nicht nur für Drohnen, sondern für alle Branchen von Nutzen, die Hochleistungskomponenten mit komplexen Geometrien erfordern. Robotik- und Automatisierungssysteme können von leichten Endeffektoren, Sensorhalterungen und Strukturkomponenten profitieren, welche die Bewegungseffizienz steigern. In der Automobilindustrie und bei industriellen Anlagen können Ingenieure die optimierte Prozesssteuerung nutzen, um Gehäuse, funktionale Baugruppen und gitterverstärkte Teile herzustellen, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Festigkeit, Gewicht und Herstellbarkeit bieten.


Konstruktionsaspekte bei leichten Drohnenbauteilen 

Verschiedene Konstruktionsstrategien tragen dazu bei, die Leistung zu verbessern und gleichzeitig das Gewicht zu minimieren. Da dieses 3D-Druckverfahren komplexe Geometrien und feine Details ermöglicht, können Konstrukteure die Grenzen herkömmlicher Fertigungsmethoden überwinden und Bauteile sowohl hinsichtlich ihrer Festigkeit als auch ihrer Effizienz optimieren.

Zu den wichtigsten Konstruktionsaspekten gehören:

  • Dünne Wände und Versteifungsrippen: Verwenden Sie dünne Wandabschnitte in Kombination mit Rippen, um die Festigkeit zu erhalten und gleichzeitig den Materialverbrauch sowie das Gesamtgewicht zu reduzieren.
  • Topologieoptimierung: Setzen Sie simulationsgesteuerte Konstruktionswerkzeuge ein, um unnötiges Material zu entfernen und die Festigkeit dort zu konzentrieren, wo sie am dringendsten benötigt wird.
  • Teilezusammenfassung: Integrieren Sie mehrere Komponenten in ein einziges gedrucktes Teil, um Montageschritte, Befestigungselemente und zusätzliches Gewicht zu reduzieren.
  • Gitter- und Innenstrukturen: Integrieren Sie interne Gitter oder andere Leichtbaustrukturen, um die Steifigkeit zu erhalten und gleichzeitig die Masse deutlich zu reduzieren.

Fortschritte bei der Prozesssteuerung von Multi Jet Fusion erweitern die Möglichkeiten zur Herstellung leichterer und komplexerer Drohnenkomponenten. Dank größerer Flexibilität bei den Druckparametern können Ingenieure die Grenzen des Leichtbaus ausreizen und gleichzeitig die für anspruchsvolle UAV-Anwendungen erforderliche Festigkeit und Funktionalität gewährleisten. Diese Entwicklung in der additiven Fertigung hilft Drohnenentwicklern zudem, schneller zu iterieren und neue Designs auf den Markt zu bringen.


Individuelle Beratung zu Drohnenersatzteilen  

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